"Pass mal auf, Kleiner, ich erklär dir das. Also, hier im
Gängeviertel wohnen ganz viele Künstler. Das sind Leute, die den ganzen Tag malen, weil die das so gerne machen und auch ganz toll können. Aber andere, böse Leute, die nicht malen können, wollen auch hier wohnen und versuchen deshalb, die Künstler zu verjagen. Das ist nicht gut. Und deshalb besuchen wir die Künstler, damit die bösen Leute merken, dass wir die Künstler lieb haben. Und wenn das ganz viele Leute machen, dann dürfen die Künstler vielleicht hier wohnen bleiben und weiter zusammen malen. Das wäre toll, was?"
Da strahlt das Kind und nickt heftig und läuft die nächsten Stunden staunend durch die Räume und ruft: "Künstler jagen! Künstler jagen!" Ich erkläre ihm das morgen besser nochmal.
Hört auf mit dem Scheiß. Wir lassen uns nicht für blöd verkaufen. Liebe Standortpolitiker: Wir weigern uns, über diese Stadt in Marketing- Kategorien zu sprechen. Wir wollen weder dabei helfen, den Kiez als "bunten, frechen, vielseitigen Stadtteil" zu "positionieren", noch denken wir bei Hamburg an "Wasser, Weltoffenheit, Internationalität", oder was euch sonst noch an "Erfolgsbausteinen der Marke Hamburg" einfällt. Wir denken an andere Sachen.
[...]
Wir sagen: Eine Stadt ist keine Marke. Eine Stadt ist auch kein Unternehmen. Eine Stadt ist ein Gemeinwesen. Wir stellen die soziale Frage, die in den Städten heute auch eine Frage von Territorialkämpfen ist. Es geht darum, Orte zu erobern und zu verteidigen, die das Leben in dieser Stadt auch für die lebenswert machen, die nicht zur Zielgruppe der "Wachsenden Stadt" gehören.
Es gibt Texte, Manifeste, Aufrufe, die kann man eigentlich nur als Vollzitat bringen. Weil jedes Wort, jeder Satz, so wichtig ist. Und richtig. Und überhaupt ein Unbehagen artikuliert, dass seit Jahren in einem steckt und man freut sich, dass kluge Leute in der Lage sind, das zu artikulieren. Deshalb, bitte:
Klicken. Lesen. Nicken. Unterschreiben. Hoffen.
(Entschuldigen Sie das Pathos, aber mir ist grad danach... )
Was macht eigentlich ... die Konjunktur?
[Eine chronologisch sortierte Auswahl von Spon-Artikeln des vergangenen Monats. Der besseren Übersicht wegen sind Abschwungsschwurbeleien rot markiert, Aufschwungsschwurbeleien dagegen grün.]
27.10.2009 Die Aussichten für die Konjunktur verdüstern sich wieder. [] Analysten warnen bereits vor einem neuen Abschwung.
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26.10.2009 Die Verbraucher beurteilen [] die Konjunkturaussichten weiterhin optimistisch.
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26.10.2009 Beim Konsumklima-Indikator erwartet die GFK für November ein Minus von 0,2 auf 4,0 Punkte.
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23.10.2009 Der Ifo-Index steigt zum siebten Mal in Folge. Ökonomen sprechen von erfreulichen Signalen für das laufende Jahr.
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20.10.2009 Die langsam anziehende Konjunktur könnte [] wieder ausgebremst werden.
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19.10.2009 Bundesregierung, Bundesbank und Wirtschaftsinstitute erwarten eine weitere Erholung der Konjunktur.
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14.10.2009 Wirtschaftsexperten [] sagen voraus, dass Deutschland schneller als erwartet aus der Krise kommt.
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13.10.2009 Die Stimmung deutscher Finanzexperten hat sich laut ZEW-Index im Oktober stärker als erwartet eingetrübt.
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13.10.2009 Die Wirtschaft in Deutschland könnte sich schneller erholen als erwartet.
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12.10.2009 Die Weltkonjunktur zieht die deutsche Wirtschaft nach oben - wenn auch mit Verzögerung.
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09.10.2009 Deutsche Exporte gehen überraschend zurück. Mit diesen schlechten Zahlen hatte kaum jemand gerechnet.
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06.10.2009 Bundesregierung: Die Konjunktur entwickelt sich besser als erwartet.
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06.10.2009 Bauwirtschaft: Die Firmen blicken so pessimistisch in die Zukunft wie noch nie in diesem Jahr.
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01.10.2009 Für die deutsche Wirtschaft prognostiziert der IWF im kommenden Jahr [] wieder ein leichtes Wachstum.
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29.09.2009 Auch im Vergleich zum Vormonat verschlechterten sich die Bedingungen für Industriebetriebe.
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25.09.2009 Das vom Marktforschungsunternehmen Gfk ermittelte Konsumklima bessert sich erneut.
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