Dienstag, 6. April 2010
Wenn das meiner Frau in die Hände fällt...
Zum Ersten soll kein Mann ohne wissen seines Weibes gantz und gar nicht aus dem Hause gehen / weder zu Bier / Wein / oder Brand-Wein / wie sie denn Namen haben mögen / sondern was er haben will / soll er seinem Weibe (wie auch die Billigkeit solches erfordert) drum fragen.

Zum 2. und also ihren Consens darüber erwarten.

Zum 3. wo er auch Geld einzunehmen hätte / ihr solches fleißig zustellen mit grossem Danck.

Zum 4. Ihr ja nicht das geringste fürhalten / und wo möglich / dahin trachten / damit er sie im geringsten nicht erzürne / sondern ihr allezeit zu gefallen stehe / (wie denn die Billigkeit an ihm selbst erfordert und haben will. )

Zum 5. soll der Mann schuldig seyn / (wenn es ihm gefällt /) Winterszeit früh Morgens eine Stunde vor seiner Frauen auffzustehen / und einzuheitzen.

Zum 6. die Stuben auskehren / und fein ausfehen
Und das ist erst der Anfang dieses frühen feministischen Manifestes: Der Frauen und Weiber Privilegia, vierseitige Flugschrift, erschienen um 1700, Autor unbekannt. Für Transkription auf das Bild klicken; vollständiges digitalisiertes Dokument hier.



Montag, 5. April 2010
Na dann.

[Vorworte, die man heutzutage viel zu selten liest.]

Aus: Lehrbuch der Erfahrungsseelenlehre, als der Propedäutik zur Philosophie, oder Grundlinien zu einer empirisch - transcendentalen Critik des gesammten menschlichen Geistes, zum Behufe akademischer Vorlesungen, von M. Ernst Klotz, Doktor und Privatdocenten der Philosophie, Nachmittagsprediger an der Universitätskirche und des Königl. philolog. Seminar. ordentl. Mitgliede. Leipzig, bei Karl Heinrich Reclam. 1824.

[Titel, die es so auch nicht mehr gibt.]



Montag, 29. März 2010
Theodor Hosemann: Lachende Kinder

Theodor Hosemann in der Wikipedia.

Und noch viel schöner: Mani Leibs Yingl Tsingl Khvat, illustriert von El Lissitzky. Ich liebe dieses Internet.