Entdeckt: Zwei fantastische Bildbände von
Jörg Otto Meier, einem Hamburger Künstler und Fotografen. Beide Bücher sind leider nur noch antiquarisch erhältlich.
"Von Menschen und großen Pötten" zeigt Porträts und erzählt Geschichten von Hafenmenschen, von
Kapitänen und Festmachern, von der
Fischbraterin und dem Reeder. Die Geschichten, schreibt Meier,
"entwickelten sich frei aus der jeweiligen Situation, wurden im O-Ton aufgezeichnet und mit den Porträtierten abgestimmt." Und so lesen sie sich auch, lebendig und vielfältig, voller Charme und überraschender Episoden.
Von Menschen und großen Pötten, 300 Seiten, Auflage 5000, Dölling und Galitz Verlag, 1996
[zvab]
Beinahe ohne Text kommt das zweite Buch aus. Dennoch steckt es voller Geschichten. Meier porträtiert die Bewohner St. Paulis und leicht könnte daraus eine Freakshow werden, doch Meier entgeht dieser Gefahr und zeigt stattdessen die Menschen in ihrer ganzen Vielfalt, die "Liebesdamen" ebenso wie die Klempner, die Ärzte, die Koberer und auch die Postboten. Respektvoll tut er das und mit Wärme.
Die Würde dieser Menschen. St. Pauli-Portraits. 77 Photographien in Kupfertiefdruck, 84 Seiten, Auflage 4000, Greno-Verlag, 1987
[zvab]
Claus Ritter zitiert in seinem Buch
ANNO UTOPIA oder So war die Zukunft (Verlag Das Neue Berlin,1982) aus dem 1909 erschienenen ersten Band von Franz Thiemes
Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens.
Zur Abwechslung mal was weniger Altes: Die wunderbar verstörenden Bilder des iranischen Malers und Zeichners
Vahid Chamani.